Agrobusiness und innovative Technologien – kein Widerspruch, im Gegenteil.

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Hier ein interessanter Beitrag zum Thema Saatgutaufbereitung und pflanzliche Rohstoffe.


Die Trocknung von Körnern, Saatgut und besonders Kaffee ist in Brasilien von grosser Bedeutung. Das feucht-warme Klima mit Regenzeit gerade ein Sommer führt bei nicht sachgemäßer Lagerung schnell zu Qualitätsverlusten und Verderb – Schimmel, Gärung und dadurch die Entstehung von Mykotoxinen. Lagerung und Transport über lange Distanzen erfordern entsprechend vorbereitete Produkte. Dies gilt in besonderem Masse für Brasilien als einem der weltweit grössten Exporteure von Mais, Soja und Kaffee. Es ist klar, dass der Marktpreis solche Kriterien beinhaltet.

Das Unternehmen Dryeration Indústria, Comércio e Projetos Ltda bietet seit über 35 Jahren Anlagen zur Trocknung der pflanzlichen Rohstoffe an. Neben natürlicher Trocknung in Trockenbetten und mechanischen Warmluftverfahren finden insbesondere Kombinationsverfahren Anwendung – wie z.B. das von zweistufige Verfahren des Unternehmens, das eine Schnelltrocknung und daran anschliessende Abkühlphase beinhaltet. Das in Cachoerinha/RS angesiedelte Unternehmen hat mit diesem innovativen Verfahren und seinen ca. 100 MA durchaus Alleinstellungsmerkmale. Das Tochterunternehmen Dryexcel Ltda übernimmt im übrigen die Vermarktung.

Die Vorteile: Energieeffizienz, hoher Durchsatz und schonende Kornbehandlung – gerade für Kaffee entscheidend für die Qualität. Davon konnten wir uns dann im Selbstversuch überzeugen. Wirklich prima Kaffee ☕!

Vielen Dank für den herzlichen Empfang, das tolle Gespräch und die aussagekräftige Unternehmensführung.

Otalício Pacheco da Cunha, Anelise Pacheco, Adriana Carolina Cunha
Urs Herding, Dryexcel, Dryeration Indústria, Comércio e Projetos Ltda


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Geschäftsmodell Brasilien Strand Teil 2

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Es gibt wenige Orte wo das Ineinandergreifen von #Lieferketten zum gegenseitigen Nutzen, Marken und Personal Branding, Partner-Management, Kooperationen, wie auch Wettbewerb und dessen Ausgrenzung so detailliert beobachtet werden können. 

Nach einem nach Weihnachten geschäftsbedingt etwas umtriebigen Jahreswechsel von Brasilien > Deutschland > Brasilien, nun im Januar zwei Wochen urlaubsähnliche Verhältnisse. Interessant die andere Perspektive zu haben.

An den Stränden, zumindest im NE Brasiliens, gibt es – neben fest etablierten Postos und Barracas – auch Direktvertrieb.  Von Sonnenbrillen, Spielzeug, Erdnüssen, Maiskolben, über Bier, Eis etc, Empanadas, Süssigkeiten, Fleischspiesse, Shrimps, Langusten bis hin zu Austern. Sogar Immobilien. Es gibt alles. Mein Favorit: Queijo Coalho mit Oregano – ein Käse den man grillen kann. Der Holzkohlengrill des Verkäufers machts möglich. 

Die fliegenden Händler schieben oder ziehen ihre Gefährte über den endlosen Strand. Ihr Vorteil bei Ebbe: es ist hier wirklich breit und flach. Sie ziehen ihre Karren bei glühender Hitze morgens und abends über die Seitenstrassen heimwärts zu den Depots. Doch der Aufwand scheint sich zu lohnen – nette Gespräche, Vielfalt und die häufig bessere Qualität der Produkte als an den lokalen Postos sichern das Geschäft. 

PM12 Chopp: Lucas schenkt Fassbier aus, jeden Tag, 10 Stunden, 6 Tage die Woche. Er ist Paraibano, also Nativ aus Paraiba. Er zieht sein motorisiertes Gefährt vergleichsweise leichtgängig über den Strand. Viele kaufen bei ihm, mehrfach hintereinander! Und er bedient – wie fast alle Lieferanten – den ganzen Strandabschnitt, also ca. 2-3 km.

Ronaldo verkauft frischen Fruchtsalat (SALADAO DE FRUTAS). Er ist Carioca, also aus Rio, und arbeitet saisonal hier. Spass macht es ihm trotzdem, vernetzt wie er ist. Sein Tonfall ist sein branding … „SAALADAAAOOO“.

ZORRO in Kluft verkauft Maiskolben. Frisch, schmackhaft, mit/ohne Salz und Butter und – wenn man mag – überreicht mit seinem Degen. Der Hit bei Kiddis.

Bruno verkauft Holzstühle für den Strand. 75 kg sollen sie aushalten. Ausprobiert stelle ich fest, da geht sogar mehr.

Was auf keinen Fall fehlen darf ist natürlich das Eis. „Picolääää“ schallt es schon von weitem. Und wer Glück hat, bekommt eines Extra – vorausgesetzt das Holzstäbchen zeigt das richtige Symbol.

Anders als die fahrlässigen Touristen (wie ich) schützen sich die Verkäufer gegen die starke UV-Strahlung – alle gut verpackt, auch mit Gesichtsmaske und UV-Shirt. Damit wird im übrigen auch gebadet, was bei 28 Grad warmem Wasser ab und an schon herausfordernd ist.

Allein die Entsorgung des Mülls stellt ein Problem dar – dabei tun die „Catadores“ – die Aludosen-Sammler – ihr bestes. Doch davon später mehr.

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