Aspekte zum Öffentlichen Nahverkehr und schnellen Bahnverbindungen

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Ob der aktuellen Diskussion um den Klimawandel, werden Chancen und Risiken von Hochgeschwindigkeitszügen als Ersatz für Kurzstreckenflüge intensiv diskutiert. Neben dem TGV, ICE und anderen europäischen Lösungen, gibt es ja bekanntermaßen das japanische Vorbild, den schnellen SHINKANSEN mit über 600 km/h. Selbst in Brasilien gibt es seit Jahren das Projekt „Trem Bala“ zwischen Rio de Janeiro und Sao Paulo – jedoch, wie fast üblich – ohne in die Realisierungsphase einzutreten.

Innovative Bahnkonzepte sind der deutsche Magnetzug TRANSRAPID ( 431 km/h schnell, inzwischen incl. der Patente an China verkauft und dort zumindest auf kurzen Strecken aktiv im Einsatz, hier ein TRANSRAPID Erfahrungsbericht) und das neue Projekt HYPERLOOP (1200 km/h schnell, basierend auf einer geschlossenen Vakuumröhre, von Elon Musk – wie könnte es anders sein), inzwischen in der Phase einzelner Prototypen. Wieder gibt es Visionen zu ultraschnellen Verbindungen in ganz Europa (HYPERLOOP Vision). Aktuell werden erste Teststrecken am Hamburger Hafen und in den Niederlanden geplant – für den Güterverkehr.

Im ÖNV gibt es in Brasilien dennoch hoffnungsvolle Neuerungen. Seit den Olympischen Spielen 2016 funktioniert (noch immer!) der VLT und das bei zunehmender Beliebtheit unter der Bevölkerung (VLT Beispiel in Rio). Bei genauerem hinsehen erkennt man die Besonderheiten dieser chicken Bahn von ALSTOM: Es gibt keine Oberleitungen, die ganze Infrastruktur befindet sich geschützt in der Schiene. Wenn das keine Innovation ist !? Leider ist das System ziemlich defizitär. Wartung ist nicht jedermanns Sache…

In 9 weiteren Städten Brasiliens gibt es erstaunlicherweise bereits weitere ÖNV-Bahnsysteme (Zusammenfassung), die aber überwiegend auf Basis von Diesel-Antrieben betrieben werden. Moderne ÖNV-Projekte, wie z.B. in Goiana/Goías (VLT Goiana) wurden 2018 leider zugunsten der etablierten Bus-Systeme fallen gelassen.

Manchmal reibt man sich ob der Zögerlichkeit da schon verwundert die Augen. Weniger in Brasilien – man ist hier schon mit wenig zufrieden – aber um so mehr in Europa und Deutschland. Ob der bekannten Probleme bei der Deutschen Bahn neigt man zu einem deutlichen „… wenn nicht jetzt, wann dann?“ Interessant in diesem Zusammenhang ist ein nahezu historisches Statement von Angela Merkel aus dem Jahr 2008.

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