Bridgestone investiert in Fabrikation in Bahia

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Gute Nachrichten aus Brasilien nehmen zu – Der Reifenhersteller BRIDGESTONE wird 700 Mio BRL in seine Fabrik in Camaçari (BA) investieren. Ziel ist eine Modernisierung und Ausdehnung der Reifenproduktion. Beginn der Arbeiten wird Q4/2021 sein. Dies ist die grösste Investition seit Aufnahme der Produktion im Jahr 2006. Das Werk wurde in 2016 schon einmal vergrössert. Bedient wird sowohl der nationale Markt, als auch der Export. BRIDGESTONE hat ausser in BA auch in SP (Santo Andre) eine Reifenproduktion.

Geplant ist die Produktionsmenge von 3,5 auf 4,3 Mio Reifen zu erhöhen, was einer Steigerung von 23 % entspricht. Dies ist verbunden mit der Schaffung von 420 neuen Arbeitsplätzen. Dies ist insbesondere deshalb erstaunlich, da die Entwicklung des Sektors durch stark negatives Wachstum geprägt, entsprechend dem Stand des Jahres 2012.

Weitere Details, auch zu den weiteren Produktionsstätten von BRDIGESTONE in Brasilien, sind dem Artikel der VALOR zu entnehmen.

https://valor.globo.com/empresas/noticia/2021/06/30/bridgestone-vai-investir-r-700-milhes-em-camaari.ghtml

Der CEO von BRIDGESTONE CEO sieht das Vorgehen als Teil einer an Nachhaltigkeit ausgerichteten Strategie, die insbesondere auch die aktuell stark zunehmenden Entwicklungen der E-Technologie in Brasilien im Auge hat. Dies scheint zunächst erstaunlich, verbindet man Brasilien aktuell in erster Linie nicht mit neuesten Technologiethemen. Für die Kenner Brasiliens ist dieses Vorgehen allerdings nicht verwunderlich – man kann durchaus davon ausgehen, dass wir in den nächsten Jahren ein sehr rasche und durch viele Marktkräfte getragene Entwicklung sehen werden.

Zusammenfassung: Investition 700 Mio BRL, 900 Angestellte, 400 frei Mitarbeiter, 4,3 Mio Reifen, Produktionssteigerung um 23%.

#camacari #bridgestone #reifenproduktionbrasilien #brasilien #positivebrasil #brasilreloaded

BMW erhöht Produktion um 10% – Retter oder Profiteur?

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http://www.automotivebusiness.com.br/noticia/32583/bmw-anuncia-aumento-de-producao-no-brasil

Nachdem AUDI und MERCEDES ihren Rückzug aus Brasilien bekannt gegeben haben, zeigt nun ein anderer Keyplayer eine andere Tendenz. BMW wird auf der Basis guter Zahlen seine Produktion in 2021 um 10% steigern. Die Produkte scheinen den Ansprüchen und Erwartungen der brasilianischen Käufer mehr zu entsprechen – könnte man meinen.

Doch so einfach ist es nicht. „Derjenige, der zuerst zieht, verliert“ – diese alte Regel scheint auch hier zu gelten. Kein Frage, der brasilianische Kfz-Markt befindet sich in der Krise. Der Rückzug der beiden Premium-Hersteller bedeutet dennoch eine Chance – ein frei werdendes Marktsegment, das bedient werden will. BMW kann diese Situation nun für sich nutzen. Die Krise scheint vorbei zu sein.

Doch mal ehrlich: Unter diesen Vorzeichen erscheinen 10% Steigerung insgesamt relativ gering. Immerhin wird doch der Marktanteil abgebildet, der von den anderen OEM nicht mehr bedient wird. Sicher will BMW diese Situation für sich nutzen, aber eben mit sehr geringem Risiko. Von einem Ende der Krise kann also nicht die Rede sein.

Insgesamt eine schöne Situation wie aus dem Lehrbuch – Investition in einen schrumpfenden Markt auf der Basis einer hohen Marktattraktivität und einem sichtbaren Wettbewerbsvorteil.

Krise und Umbau im brasilianischen Automotive-Sektor setzen sich fort

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Zuerst schliesst Audi sein A3 Werk mindestens für ein Jahr , dann beendet Mercedes seine PKW-Aktivitäten vor Ort und jetzt Ford … Krise und Umbau der brasilianischen Automobilindustrie setzen sich fort. Die Probleme von Ford in Brasilien und auch international sind schon länger bekannt.

Ford war mehr als ein Jahrhundert in Südamerika und Brasilien aktiv und schliesst nun die Werke in Brasilien mit sofortiger Wirkung. Die Schliessung betrifft vor allem die Produktion der Modelle Ecosport, KA und T4, die vollständig eingestellt werden. Nur knapp ein Drittel der 8000 Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben.

Interessanterweise scheint die Automotive-Rezession bislang nicht die japanischen und koreanischen Marken Hyundai, KIA, Nissan, Toyota, etc. zu betreffen. Diese können ihre Produktion zumindest stabilisieren.

Insgesamt hat der Sektor in 2020 eine Degression von mehr als 26% zu verzeichnen – der größte Rückgang in den letzten 5 Jahren. Man darf gespannt sein, wann der erste chinesische Hersteller in Brasilien ein Werk eröffnet. Ansätze hiervon finden sich mindestens in der Regionalpolitik im ABC-Gürtel Sao Paulos.