BMW erhöht Produktion um 10% – Retter oder Profiteur?

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http://www.automotivebusiness.com.br/noticia/32583/bmw-anuncia-aumento-de-producao-no-brasil

Nachdem AUDI und MERCEDES ihren Rückzug aus Brasilien bekannt gegeben haben, zeigt nun ein anderer Keyplayer eine andere Tendenz. BMW wird auf der Basis guter Zahlen seine Produktion in 2021 um 10% steigern. Die Produkte scheinen den Ansprüchen und Erwartungen der brasilianischen Käufer mehr zu entsprechen – könnte man meinen.

Doch so einfach ist es nicht. „Derjenige, der zuerst zieht, verliert“ – diese alte Regel scheint auch hier zu gelten. Kein Frage, der brasilianische Kfz-Markt befindet sich in der Krise. Der Rückzug der beiden Premium-Hersteller bedeutet dennoch eine Chance – ein frei werdendes Marktsegment, das bedient werden will. BMW kann diese Situation nun für sich nutzen. Die Krise scheint vorbei zu sein.

Doch mal ehrlich: Unter diesen Vorzeichen erscheinen 10% Steigerung insgesamt relativ gering. Immerhin wird doch der Marktanteil abgebildet, der von den anderen OEM nicht mehr bedient wird. Sicher will BMW diese Situation für sich nutzen, aber eben mit sehr geringem Risiko. Von einem Ende der Krise kann also nicht die Rede sein.

Insgesamt eine schöne Situation wie aus dem Lehrbuch – Investition in einen schrumpfenden Markt auf der Basis einer hohen Marktattraktivität und einem sichtbaren Wettbewerbsvorteil.

Agrobusiness Brasilen im Vergleich: Holland

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Como um país menor que o estado do Espírito Santo se torna o segundo maior exportador mundial de produtos agrícolas – e sem nenhum desmatamento e desmatamento?  Você pode ver isso neste vídeo. As conseqüências disso poderiam revitalizar a indústria brasileira em diversos setores. Vamos começar!

Wie schafft es ein Land das kleiner ist als der Bundesstaat Espirito Santo zum weltweit zweitgrössten Exporteur landwirtschaftlicher Produkte zu werden – und das ohne jegliche Entwaldungen und Rodungen? Das sehen Sie in diesem Video. Die Konsequenzen daraus könnten die brasilianische Industrie in den verschiedensten Bereichen neu beleben. Lasst uns anfangen!

Krise und Umbau im brasilianischen Automotive-Sektor setzen sich fort

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Zuerst schliesst Audi sein A3 Werk mindestens für ein Jahr , dann beendet Mercedes seine PKW-Aktivitäten vor Ort und jetzt Ford … Krise und Umbau der brasilianischen Automobilindustrie setzen sich fort. Die Probleme von Ford in Brasilien und auch international sind schon länger bekannt.

Ford war mehr als ein Jahrhundert in Südamerika und Brasilien aktiv und schliesst nun die Werke in Brasilien mit sofortiger Wirkung. Die Schliessung betrifft vor allem die Produktion der Modelle Ecosport, KA und T4, die vollständig eingestellt werden. Nur knapp ein Drittel der 8000 Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben.

Interessanterweise scheint die Automotive-Rezession bislang nicht die japanischen und koreanischen Marken Hyundai, KIA, Nissan, Toyota, etc. zu betreffen. Diese können ihre Produktion zumindest stabilisieren.

Insgesamt hat der Sektor in 2020 eine Degression von mehr als 26% zu verzeichnen – der größte Rückgang in den letzten 5 Jahren. Man darf gespannt sein, wann der erste chinesische Hersteller in Brasilien ein Werk eröffnet. Ansätze hiervon finden sich mindestens in der Regionalpolitik im ABC-Gürtel Sao Paulos.

Top-Marketing in Brasilien

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Quelle: TWITTER-Link

Was mir immer wieder auffällt, ist die Kreativität die Brasilianer beim Bewerben von Produkten an den Tag legen. Hier ein wirklich exzellentes Beispiel aus dem Norden Brasiliens zu einem eher alltäglichen Produkt – Guaraná (Twitter-Link siehe oben).

Wer Guaraná nicht kennt, der hat etwas wirklich Köstliches verpasst. Dieses Erfrischungsgetränk gibt es in diversen Geschmacksrichtungen und Süsse-Graden. Ich persönlich bevorzuge den Klassiker von ANTARCTICA … ja, die brauen nicht nur Bier! Das besagte Produkt gibt es nur lokal in der Region.

Nun, was macht den Guaraná aus Maranhão zu etwas Besonderem? Das Logo? Chama atençao – der erste Blick wandert ohne Zweifel dort hin – ein Blickfang! Der Geschmack ? Etwas süsslicher und frischer. Die Farbe? Rosa, statt dem üblichen Orange.

Die Farbe scheint doch tatsächlich für Verwirrung und Verirrungen zu sorgen. Kürzlich war der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro vor Ort und hat das Getränk probieren können – und dieses dann natürlich kommentiert. Im Anschluß wurde dann die Werbung gemacht. Man las dann „Guaraná Jesus – Tao Bom, que até o capeta já tomou!“ . Man mag nun selber suchen, was das übersetzt bedeutet. Ein Schelm, der Böses denkt.

EMBRAER – eine Erfolgsgeschichte geht weiter

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Auch nach der geplatzten Fusion zwischen Embraer und der Nord-amerikanischen BOEING, geht es für den erfolgreichen brasilianischen Flugzeugbauer weiter.

Kein Kauf von Embraer: Boeing bläst Milliardendeal ab

Fusion geplatzt: Boeing sagt Milliardendeal mit Embraer ab – DER SPIEGEL – Wirtschaft

Zur Sicherung der weitergehenden Geschäfte wurden jüngst neue Vereinbarungen in Höhe von 600 Mio. USD mit Banken und der BNDES getroffen. Dies soll die weitere Verbesserung der operativen Geschäfte langfristig sicherstellen.

Einen Tag später wurde der neue Sektions-Chef Kommerzielle Luftfahrt benannt – Arjan Meijer (VALOR, 16.06.2020). Meijer, ursprünglich aus Europa und mit dortigem Branchenhintergrund – soll wohl die weltweite Kommerzialisierung vorantreiben. Sicherlich ist dies auch ein strategisches Signal in welche Richtung es künftig gehen wird.

Am Rand wurde dann auch vermerkt, dass nach dem geplatzten Deal im Rahmen eines Schiedsgerichtsverfahrens von Boeing Schadenersatz erwartet wird.


Bolsa Família – die Brasilianische Sozialhilfe als politisches Wirtschaftsinstrument

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Armenviertel in Rio de Janeiro (AK, 2014)

Die brasilianische Sozialhilfe, genannt „Bolsa familia“ wurde im Zuge des Regierungswechsels immer wieder thematisiert. Dereinst durch Präsident LULA ins Leben gerufen, leitete sie Mitte der 2010er den wirtschaftlichen Aufschwung ein. Damals umgerechnet ca. 50 EUR (heute wechselkursbedingt nur noch 28 EUR) wurde die Unterstützung an arme Familien gezahlt und dort an die Mütter. Die Unterstützung wurde also nicht „versoffen“ sondern landete im Haushaltsgeld und hatte so – als unmittelbar zur Versorgung der Familien beitragende Unterstützung – einen direkten Effekt auf den Wohlstand der ärmeren Schichten und als Resultat einen positven Effekt auf die brasilianische Wirtschaft.

Die Presse titulierte dennoch wenig später „Der Reis- und Bohnenindex ist gefallen“ – ein Index, der die wirtschaftliche Situation dieser Bevölkerungsschicht beschreibt. Was war geschehen?

Nun – der zunehmende Wohlstand hatte die Situation nicht etwa verschlechtert. Der bescheidene Reichtum wurde vielmehr u.a. in industriell hergestellte Lebensmittel investiert, in Flugreisen und in andere Konsumgüter. Davon wurden die meisten Güter in Brasilien selbst produziert – teuere Importwaren konnte sich niemand leisten. Die vielgehasst als Umverteilung bezeichnete Hilfe, war also eine wahre Investitionsspritze für die brasilianische Wirtschaft, die dann indirekt selbst den Kritikern aus der Mittelklasse zugute kam.

Man kann sich allerdings nicht sicher sein, ob dies dort so verstanden wurde und bis heute verstanden wird. Positv anders sehen das wohl strategische Beratungen, wie z.B. die BCG, und Großunternehmen wie UNILEVER, die zusammen sogar neue Strategien im Umgang bis diesen spezifischen Märkten in Form von „Low Income Strategies“ kreieren – die im übrigen inzwischen in anderen Emergent Markets in Asien (Indien, Pakistan, etc.) eingesetzt werden und sogar bei uns in Mitteleuropa Anwendung finden.

Sicher könnte man argumentieren, dass die neue Regierung Bolsonaro die Bedeutung dieser Effekte nicht sehen will – dies entspricht aber nicht der Realität. Wie ein ein interessanter Artikel der Deutschen Welle vom 22.02.2020 deutlich macht, wurde die Unterstützung nach dem Regierungswechel zwar für weite Teile der Bevölkerung eingeschränkt (wie schlecht muss es den brasil. Finanzen gehen, dass die unzweifelhaft positiven wirtschaftlichen Effekte so missachtet werden müssen). Dennoch wird die Sozialhilfe in Zeiten der Wahl wieder Teil des politischen Instrumentariums.

Deutschland – einig Zukunftsland?

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[09.11.2919] Eine wirklich lange, effektive Transrapidstrecke: das was Deutschland hätte tun können, wird nun in China realisiert: Deutschland ist kein Land der Visionäre, nein, es ist ein Jammertal. Dies liest sich wie eine Provokation. Nun ja, soll es auch.

https://www.welt.de/wirtschaft/plus201629028/China-baut-1000-Kilometer-lange-Transrapid-Strecke-ohne-deutsche-Beteiligung.html

Sicher, China`s Struktur und auch politische Situation ist eine andere. Dennoch wird es düster, wenn man grundsätzliche Infrastrukturprojekte vergleicht, z.B. die Grossflughäfen in Berlin und Daxing. Hier zeigen sich Abgründe. BERLIN: Baubeginn 2008, Inbetriebnahme mit etwas Glück 2020; DAXING: Baubeginn 2014, Inbetriebnahme 2019 = 5 Jahre. „Berlin, we have a problem !“

Dasselbe bei der Deutschen Bahn. Ja, an der Entscheidung den Transrapid nach China zu verkaufen (im übrigen auch die Patente!), war nicht nur der damalige Vorstand schuld (Herr Mehrdorn als CEO – später dann auch CEO bei BER). Auch die Politik hat schlicht versagt.

Warum kann man der Meinung sein, dass Deutschland mit Innovationen ein Problem hat? Weil das Prinzip des Transrapid einfach genial anders ist, als das des Radreifens – kein Kontakt zur Schiene, der Zug schwebt, keine Mechanik, keine Reibung, kein Verschleiss, keine fehleranfällig Oberleitung, keine Pfosten und Kabel. Die ganze Infrastruktur ist am Boden in der Schiene, Strom ist erst drin, kurz bevor der Zug kommt. Und die Reisezeit? Die spricht für sich: 1,5 h Stuttgart – Berlin, 1,5 h München – Hannover. CO2-Thematik? Flüge zwischen diesen Städten … obsolet. Ich erspare mir das vorrechnen.

Doch es geht weiter. Dieser Mangel an Zukunftsorientierung umgibt uns, was aus einem aktuellen Artikel des Tagesspiegel deutlich wird. Thema: Elon Musk’s Ankündigung, seine vierte Giga-Factory nahe Berlin zu bauen – und der Zweifel daran. Es ist zum Verzweifeln. Jeder möge selbst lesen. Die Situation: SUV Y, Modell 3 – und Batterieherstellung … in zwei Jahren (!) … geplanter Produktionsstart in 2021. Ich glaube Elon Musk ! Glücklicherweise inzwischen auch die Verantwortlichen vor Ort. Ob des politischen Enthusiasmus kann man fast den Eindruck gewinnen, alle hätten auf Musk gewartet.

Glücklicherweise gibt es aber auch hier noch Pioniere. Eine „bayrische Firma reaktiviert den Transrapid“ war jüngst im SPIEGEL zu lesen. Die Baufirma Max Bögl hat das vor, allerdings „nur“ in einer – entsprechend reduzierten – S-Bahn-Version. Der Charm des grossen ist da weg.

Dies scheint uns als Gesellschaft insgesamt zu bewegen – hier eine Link-Auswahl:

Vielleicht wäre eine Art Volksbefragung vor dem nächsten unüberlegten Verkauf sinnvoll, evtl. gleich verbunden mit der Frage, ob wir daraus folgende Investitionen gut finden und mittragen. Damit wäre das Thema einer Legitimation vor der nächsten Wahl auch gleich erledigt. Ich glaube die Politik wäre erstaunt.

Ein weiteres, sehr innovatives Mobilitätskonzept steht ebenfalls in der Kritik – der Lilium-Jet, beschrieben in einem Beitrag des SPIEGEL. Das auf reiner e-Technologie basierende Flugtaxi soll bis zu 5 Personen über 300 km weit transportieren können – und das bei einer Geschwindigkeit von 300 km/h. Es ist doch eigentlich klar, dass in einem deratigen Projekt neue Entwicklungen der Batterietechnik bereits eingepreist sind. Kritik statt visionärem Nach-vorne-Denken ist die aktuelle Reaktion … unrealistisch … nicht machbar … etc.

[09.07.2020] – Dass das Thema gesellschaftlich immer noch aktuell ist zeigt ein Beitrag in BENTO. Schnelle Zugreisen in Europa, das wärs doch?!

Zugreisen in Europa: Wie realistisch ist ein EU-weites Transrapid-Netz? – Gerechtigkeit – bento

Lebenshaltungskosten in Brasilien – ein Vergleich

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Was kostet das normale Leben in Brasilien in 2019, nehmen wir die Weltstadt Rio de Janeiro im Vergleich zu einer deutschen Stadt … sagen wir Erfurt. Dieser Fragestellung hat sich Orange/Handelsblatt angenommen – mit einem erstaunlichen Ergebnis. Lesen Sie selbst !

Grundsätzlich werden solche Vergleiche üblicherweise mit einer einzelnen Kennzahl ausgedrückt – dem BIG MAC Index des Economist. Auch das wird deutlich.

Weltweite Erdölreserven und die Rolle Brasiliens

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in den nächsten Tagen werden (wieder) Erschliessungskonzessionen neuer brasilianischen Offshore-Lagerstätten (Pré-Sal) versteigert. Es wird erwartet, dass ein substanzieller Ertrag für Brasilien erzielt wird. Man schätzt, dass 93% der Investitionsmittel diesen Jahres in diese Versteigerungen fliesen werden. In der aktuellen Situation Brasiliens sicherlich ein Segen.

Dieser Lagerstättentyp bringt durch seine Tiefe und die Verbandsverhältnisse besondere Herausforderungen mit sich – im Grunde eine sehr schwer einschätzbare Situation. Auf die konkrte Situation soll hier nicht eingegangen werden. Dennoch haben diese Deposits zur Folge, dass Brasilien zu den Ländern mit den meisten Erdölreserven zählt (vgl. Grafik).

Die Darstellung basiert auf Daten der BGR (Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe), die jährlich eine aktuelle Studie zur Bedeutung der verschiedenen Energieträger publiziert. Die aktuelle Studie kann hier eingesehen werden.